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Jenseits der Überhitzungs-Warnung: Ein systematischer Leitfaden zur Diagnose und Behebung von Überhitzung bei Dieselgeneratoren

Jan 26, 2026

Für Facility-Manager, Rechenzentrumsbetreiber und alle, die auf einen Dieselgenerator als Haupt- oder Notstromversorgung angewiesen sind, gibt es kaum etwas Beunruhigenderes als einen steigenden Temperaturanzeiger oder eine Überhitzungs-Warnung. Ein überhitzter Dieselgenerator ist nicht nur ein kleinerer Fehler; er ist ein kritisches Symptom, das sich bei Vernachlässigung rasch zu einem katastrophalen Motorausfall entwickeln kann – mit Verzug der Zylinderköpfe, Rissen im Motorblock und festgefressenen Kolben. Die daraus resultierende Ausfallzeit und die Reparaturkosten können verheerend sein. Das Verständnis der Ursachen sowie die Anwendung eines logischen Diagnoseansatzes sind entscheidend für die Betriebssicherheit.

Eine Überhitzung tritt auf, wenn die durch die Verbrennung erzeugte Wärme die Kühlleistung des Kühlsystems übersteigt. Dieses Ungleichgewicht kann auf mehrere, oft miteinander verbundene Fehler innerhalb des Kühlsystems oder auf eine übermäßige betriebliche Belastung zurückzuführen sein. Ein rein reaktiver Ansatz – etwa das bloße Nachfüllen von Kühlmittel – verschleiert lediglich das Problem. Nur eine proaktive, systematische Untersuchung gewährleistet langfristige Zuverlässigkeit.

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Die sieben Hauptursachen: Eine detaillierte Untersuchung

Ein methodischer Fehlersuchprozess beginnt mit der Identifizierung der wahrscheinlichsten Ursachen, die hier nach Häufigkeit von einfach bis komplex kategorisiert sind.

1. Unzureichende Kühlmittelmenge oder -verschlechterung

Die einfachste Ursache ist ein unzureichender Füllstand oder eine verschlechterte Qualität des Kühlmittels. Ein niedriger Füllstand verringert die wärmespeichernde Masse des Systems, während altes Kühlmittel seine korrosions- und siedehemmenden Eigenschaften verliert. Verunreinigungen oder falsche Kühlmittelgemische (z. B. ein ungeeignetes Verhältnis von Wasser zu Frostschutzmittel) können zudem den Siedepunkt senken und die Bildung von Ablagerungen begünstigen.

Diagnosemaßnahme: Visuelle Inspektion des Kühlmittelstands im Ausdehnungsbehälter bei kaltem Motor. Prüfen Sie den Zustand des Kühlmittels auf Verfärbung oder Ölkontamination. Testen Sie den Gefrier-/Siedeschutz mit einem Refraktometer.

2. Einschränkung der Luftströmung am Kühler

Der Kühler ist der primäre Wärmeaustauscher. Seine Effizienz wird durch externe Verstopfungen – wie Staub, Blätter oder Kunststoffreste, die die Lamellen verstopfen – oder durch interne Verstopfungen infolge von Ablagerungen und Korrosion beeinträchtigt. Ein besonders heimtückisches Problem stellt ein Ölfilm dar, der durch einen lecken Kühlkörper entsteht und die Lamellen überzieht; dieser wirkt als hochwirksamer thermischer Isolator.

Diagnosemaßnahme: Durchführung einer Sichtprüfung. Reinigen Sie die Lamellen vorsichtig mit Druckluft oder Wasser niedrigen Drucks von der Motorseite nach außen. Bei Ölkontamination ist ein spezieller Entfetter erforderlich. Erwägen Sie einen professionellen Durchflusstest oder eine Thermografie zur Erkennung interner Verstopfungen.

3. Fehlerhafte Temperaturanzeige

Nicht alle Warnmeldungen weisen auf ein echtes mechanisches Problem hin. Ein ausgefallener Kühlmitteltemperatursensor, ein Kurzschluss in der Verkabelung oder eine fehlerhafte Instrumententafel können eine falsche Überhitzungsanzeige auslösen und zu unnötigen Ausfallzeiten führen.

Diagnosemaßnahme: Überprüfen Sie die Warnmeldung mit einem unabhängigen, kalibrierten Infrarot-Thermometer. Messen Sie die Temperatur am Thermostatgehäuse oder am oberen Kühler-Schlauch und vergleichen Sie sie mit der Anzeige im Armaturenbrett.

4. Unzureichende Lüfterleistung

Der Lüfter ist dafür verantwortlich, Luft durch den Kühler zu ziehen oder zu blasen. Ein lockerer, glasierter oder abgenutzter Keilriemen rutscht und verringert dadurch Drehzahl und Luftstrom des Lüfters. Beschädigte Lüfterblätter oder eine defekte Lüfterkupplung (bei hydraulischen oder viskosen Systemen) bewirken denselben Effekt.

Diagnosemaßnahme: Prüfen Sie den Riemen auf Spannung, Risse und Verschleiß. Überprüfen Sie die Integrität der Lüfterblätter. Bei gekuppelten Lüftern achten Sie auf Lagergeräusche und prüfen Sie beim manuellen Drehen (Motor ausgeschaltet) den Widerstand.

5. Kühlwasserpumpenausfall

Die Wasserpumpe ist das Herz der Kühlkreislaufs. Ein interner Ausfall kann verschiedene Formen annehmen: ein korrodierter oder erodierter Laufrad reduziert den Durchfluss; eine undichte Wellendichtung führt zum Kühlmittelverlust; ein Lagerausfall verursacht Geräusche und mögliche Blockierung.

Diagnosemaßnahme: Prüfen Sie auf Kühlmittelaustritt aus dem Entwässerungsloch der Pumpe. Überprüfen Sie das Lagerspiel oder die Rauheit, indem Sie versuchen, die Lüfterriemenscheibe zu bewegen. Ein deutlicher Temperaturunterschied zwischen dem Einlass- und dem Auslassschlauch des Kühlers bei einem heißen Motor kann auf einen niedrigen Durchfluss hindeuten.

6. Thermostatstörung

Der Thermostat regelt den Kühlmitteldurchfluss, um den Motor schnell auf die optimale Betriebstemperatur zu bringen. Versagt er in geschlossener Stellung, wird das Kühlmittel in einem „Kleinkreislauf“ eingeschlossen und kann den Kühler nicht erreichen, was zu einer schnellen Überhitzung führt. Versagt er in geöffneter Stellung, erreicht der Motor möglicherweise nie die richtige Betriebstemperatur; dies führt jedoch nicht zur Überhitzung.

Diagnosemaßnahme: Dies ist ein klassischer Test. Entfernen Sie den Thermostat und tauchen Sie ihn in einen Topf mit Wasser und einem Thermometer ein. Erhitzen Sie das Wasser und beobachten Sie die Temperatur, bei der er sich zu öffnen beginnt, sowie die Temperatur, bei der er vollständig geöffnet ist, und vergleichen Sie diese Werte mit den Spezifikationen (typischerweise vollständig geöffnet bei 90–95 °C / 195–203 °F).

7. Chronische oder akute Überlastung

Dies ist ein Fehler auf der Verbraucherseite. Der Betrieb des Generators über seiner Nennleistung (in kW) über einen längeren Zeitraum zwingt ihn, mehr Kraftstoff zu verbrennen und mehr Wärme zu erzeugen, als sein Kühlsystem bewältigen kann. Dies geht häufig mit schwarzer Abgasschwärze, einem deutlichen Abfall von Spannung/Frequenz sowie hohen Abgastemperaturen einher.

Diagnosemaßnahme: Überwachen Sie die Lastanzeigen des Generators. Stellen Sie sicher, dass die angeschlossene Last die kontinuierliche Nennleistung des Geräts nicht überschreitet. Untersuchen Sie einzelne große Motoren oder Geräte, die möglicherweise zyklische Überlastungen beim Anlauf verursachen.

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Ein strategisches Diagnoseprotokoll: Vom Symptom zur Lösung

Effektives Fehlersuchen vermeidet das zufällige Austauschen von Komponenten. Folgen Sie einem strukturierten Vorgehen:

· Bestätigen und beobachten: Überprüfen Sie den Temperaturanstieg mit einem zweiten Messgerät. Notieren Sie alle weiteren Symptome (Rauch, Leckagen, Geräusche).

· Zunächst externe und einfache Prüfungen: Kontrollieren Sie den Kühlmittelstand, die Außenseite des Kühlers, die Lüfterriemen sowie die Schläuche. Achten Sie auf offensichtliche Leckagen.

· Funktionsprüfungen des Systems: Testen Sie die Thermostatfunktion, prüfen Sie die Einschaltung der Lüfterkupplung und bewerten Sie indirekt die Pumpenförderleistung anhand der Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Ausgangsschlauch.

· Interne und komplexe Analyse: Führen Sie einen Drucktest des Kühlsystems durch, um Leckagen zu lokalisieren, führen Sie eine chemische Analyse des Kühlmittels durch oder nutzen Sie eine Wärmebildkamera, um Kaltstellen im Kühler zu identifizieren, die auf Verstopfungen hindeuten.

· Lastverifikation: Nutzen Sie ein Stromzangenmessgerät und einen Datensammler, um die tatsächliche elektrische Last über die Zeit hinweg im Vergleich zur Leistungskennlinie des Generators zu erfassen.

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Fazit: Die hohen Kosten, die sich aus der Ignorierung der Anzeige ergeben

Ein überhitzter Dieselgenerator ist ein Handlungsaufruf. Die Investition in eine systematische Diagnose ist im Vergleich zu den Kosten für einen umfangreichen Motorenüberholung oder einen katastrophalen Stromausfall während einer kritischen Unterbrechung vernachlässigbar. Indem Sie Ihr Team mit dem Wissen ausstatten, die Ursache systematisch zu identifizieren – sei es ein einfach verstopfter Kühler, eine defekte Pumpe oder eine betriebliche Überlastung – verwandeln Sie eine reaktive Panikreaktion in ein geplantes Wartungsereignis. Letztendlich sollte eine umfassende Inspektion des Kühlsystems eine zentrale Säule jedes präventiven Wartungsprogramms sein und sicherstellen, dass der nächste Alarm nicht als Vorbote einer Katastrophe, sondern als Prüfung Ihrer Einsatzbereitschaft ertönt.

Stellt das Kühlsystem Ihres Generators einen möglichen Ausfallpunkt dar? Unsere zertifizierten Spezialisten für Stromerzeugung nutzen fortschrittliche Diagnosetools und systematische Protokolle, um nicht nur Überhitzungsprobleme zu beheben, sondern auch deren zugrundeliegende Ursachen zu identifizieren und zu beseitigen – damit Ihre Notstrom- oder Hauptstromquelle mit unerschütterlicher Zuverlässigkeit arbeitet. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine umfassende Gesundheitsprüfung Ihres Kühlsystems.

Wenn Sie sich für den Ersatz-Dieselgeneratorsatz interessieren, kontaktieren Sie uns bitte.

Pressekontakt:

Name:William

E-Mail: [email protected]

Telefon: +86 13587658958

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